Mach mit - Sei dabei !

Seit mehr als zwei Jahren arbeitet die Gründungsinitiative mit vereinten Kräften an der Schulgründung der Waldorfschule Landshut und hat seither viel erreicht. Die erste Waldorfschule Niederbayerns wird 2018 mit einer 1. und einer 3. Klasse starten. Damit ist auch ein Quereinstieg nach der 2. Klasse aus anderen Schulsystemen möglich. Der Vollausbau bis zum staatlichen Allgemeinabitur erfolgt dann sukzessive. Die staatliche Mittlere Reife kann ebenso direkt an der Schule abgelegt werden.
Wir haben mittlerweile 200 vorangemeldete Schulkinder und viele weitere Eltern nehmen uns bewusst wahr und ziehen unsere Waldorfschule Landshut offen in Erwägung. Dies zeigt, wie viele Menschen sich eine Alternative zur Regelschule wünschen.

Unser zukünftiges Lehrerkollegium ist nahezu komplett: Wir freuen wir uns über die Zusage unseres Gründungslehrers, der auch die 3. Klasse übernehmen wird, über unsere zukünftige Erstklasslehrerin, Eurythmistin, Französischlehrerin (Muttersprachlerin), Schulärztin, Handarbeitslehrerin, Gartenbaulehrerin sowie unsere Förder- und Kunsttherapeutin.

Unsere Schule wird voraussichtlich in den ersten Jahren in eine Mietimmobilie im Stadtbusbereich als Übergangslösung einziehen. Dazu sind wir in Gesprächen zu mehreren Objekten und Lösungen, welche bis zum Frühjahr abgeschlossen werden. Für unseren endgültigen Schulstandort stehen wir im Austausch zu Grundstücken im Stadtgebiet und in einer Randgemeinde. Des Weiteren sprechen wir beständig mit Politik und Behörden.

Die rechtsfähige Gründung der Genossenschaft und damit die Geschäftsfähigkeit unserer Schule wurde am 21.06.2017 beschlossen. Am Tag der Gründung, der Sommersonnenwende, wurden bereits die ersten “Genossen” Teilhaber und können sich damit aktiv in den weiteren Entstehungsprozess unserer Waldorfschule Landshut im Aufbau einbringen. In der ersten Generalversammlung wurden der Aufsichtsrat und der Vorstand der Schulgenossenschaft Landshut eG gewählt. Nach einer Prüfung durch den Genossenschaftsprüfverband konnte die Schulgenossenschaft Landshut eG nun Anfang November notariell bestätigt und beim Registergericht eingetragen werden.

Im Oktober wurde der Kooperations- und Lizenzvertrag mit dem Bund der Freien Waldorf-schulen geschlossen, der uns die Nutzung der Bezeichnung Waldorfschule ermöglicht und uns als Mitglied im Bund der Freien Waldorfschulen anerkennt. Die Prüfung des Finanzplans der Waldorfschule Landshut durch alle Geschäftsführer der bayerischen Waldorfschulen erfuhr durchweg positives Feedback. Auch die GLS Bank und die Sparkasse Landshut haben uns ihre Unterstützung fest zugesagt.
Ebenso wird uns die seit 30 Jahren etablierte Waldorfschule Ismaning als Patenschule für die Jahre der Gründung mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Regierung von Niederbayern steht der Waldorfschule Landshut sehr wohlwollend gegenüber; die ersten Antragspakete des Antrags auf Schulgenehmigung liegen bereits dort zur Prüfung vor, ebenso unser ausgereiftes pädagogisches Konzept inklusive Offener Ganztagsschule.

Es gibt noch viel zu tun – unterstützen Sie uns!

Wir freuen uns über Ihre Mithilfe in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen. Für unser Vorhaben suchen wir aktive Mitstreiter, denen eine kindgerechte Schulausbildung am Herzen liegt und die mit guten Ideen und Engagement unsere Initiative beflügeln möchten.

Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir freuen uns auf Sie!
Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

In dem Augenblick, in dem man sich ganz einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Was immer du kannst, beginne es. Kühnheit trägt Genius, Macht und Magie. Beginne Jetzt!

Johann Wolfgang von Goethe

Für das Kollegium 2018/2019 suchen wir
eine/n Eurythmist/in.

Für das Kollegium 2019/2020 suchen wir
je eine/n Klassenlehrer/in für die 1. und 3. Klasse,
eine/n Musiklehrer/in (vergeben),
eine/n Sportlehrer/in (vergeben).

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbungsunterlagen an unsere neue Adresse:

Waldorfschule Landshut
Pfarrgasse 7
84036 Landshut

Ausbildung zum Waldorflehrer oder -erzieher

Bund der Freien Waldorfschulen
Lehrerseminare in Deutschland
Berufsbegleitende Seminare in Deutschland
Waldorfpädagogische Fortbildungsveranstaltungen
Eine Übersicht finden Sie auf der Website des Bundes der Freien Waldorfschulen.

Goetheanum
Das Goetheanum bietet jungen Erwachsenen, Eltern und Lehrern ein vielfältiges Studienangebot, um sich mit der Anthroposophie zu beschäftigen, sei es als Studienjahr, als berufsbegleitendes Studium oder als Kurzstudium. Weitere Informationen auf der Website des Goetheanums.

Akademie für Waldorfpädagogik
Die Akademie bietet Ausbildungs- und Studienplätze in den Bereichen Waldorfpädagogik und Heilpädagogik an. Die Studierenden qualifizieren sich dabei
für das Unterrichten an einer Waldorfschule, an einer Förder- oder einer heilpädagogischen Schule. In der Pädagogik der Waldorfschule steht das Kind im Mittelpunkt. Mehr dazu…

An Waldorfschulen sind die Eltern aktive Partner, ihre „Einmischung“ und Mitarbeit ist nicht nur erlaubt, sondern notwendig und erwünscht. Deshalb ist es uns wichtig, dass Sie als interessierte Eltern ausführlich informiert und beraten werden, bevor Ihr Kind unsere Schule besucht. Sie sollen die Waldorfpädagogik mittragen können, um die Schulzeit Ihres Kindes erfolgreich mitzugestalten.

Zudem haben die Waldorfschulen als Freie Schulen die hierarchisch organisierte Außenlenkung der staatlichen Schulen durch eine freiheitliche Verfassung ersetzt. Die Selbstverwaltung erfolgt durch Eltern und Lehrer gemeinsam und stellt ein sehr zukunftsorientiertes soziales Erfahrungsfeld dar.

Waldorfschulen werden von den jeweiligen Regierungen zum Teil finanziell unterstützt. Dennoch ist jede Waldorfschule darauf angewiesen, dass Eltern ehrenamtlich mithelfen und auch einen Teil der Schulkosten selbst übernehmen. Die Kosten orientieren sich dabei an den Einkommensverhältnissen der Eltern, welche beim Finanzgespräch bei der verbindlichen Schulanmeldung besprochen werden.

Zur Vorabinformation können Sie unsere aktuelle Beitragsordnung über info@waldorfschule-landshut.de anfordern.

www.elternwerk.org

Eltern leisten heutzutage Erstaunliches, wenn sie Kinderversorgung und Beruf unter einen Hut bringen. Häufig ohne Großeltern-Unterstützung und nicht selten sogar alleinerziehend! Wenn Eltern wie wir darüber hinaus eine selbstverwaltete Schule gründen und aufrecht erhalten wollen, nehmen wir noch mehr zeitliche und persönliche Anstrengung auf uns. Das muss sich lohnen! Sonst will man sich und seinen Kindern das nicht antun. Wofür lohnt sich so ein Unternehmen? Woher kommt die Kraft für diesen Prozess? Was motiviert und befeuert uns dranzubleiben?

Eine Kraft, die sich allein aus der Unzufriedenheit mit dem bestehenden Schulsystem speist, bewegt zwar einiges, weiß aber deshalb nicht wirklich, wohin sie will und was sie will. Wer sich für eine Waldorfschule engagiert, muss wissen wofür. Am besten wäre es, wenn man die Kraft dieser Pädagogik am eigenen Leib spüren und erleben könnte!

Genau das will ELTERNWERK: die Elternkraft impulsieren und lebendig halten. Wie? Indem man inne hält und das tägliche Treiben der Kinder in geistiger Arbeit reflektiert. Man spürt der Entwicklung der Kinder nach und versetzt sich so in die Möglichkeit, Entwicklung zu verstehen und im nächsten Schritt zu fördern. ELTERNWERK heißt „Entwicklung meditieren und verwirklichen“. Damit hebt man automatisch Achtsamkeit und Wertschätzung für das tägliche Tun des Erziehens. Die natürliche Autorität von Mutter und Vater wird gestärkt. Die Kinder danken es und finden Orientierung an uns.

In der Landshuter Schulinitiative gibt es eine reale ELTERNWERK Gruppe, die sich kontinuierlich im Zwei-Wochen-Rhythmus trifft. Ein Einsteigen in diese Gruppe ist möglich. Bitte einfach mit Frau Stemplinger Kontakt aufnehmen: petra@elternwerk.org.

Daneben gibt es ein virtuelles ELTERNWERK, an dem jeder teilhaben kann. Bitte dafür einfach die elternwerk-post abonnieren. ELTERNWERK bringt alle zwei Wochen Erheiterndes und Ernstes aus dem Leben mit Kindern via Newsletter.

Warum diese werk-Gründung? Weil sie DAS Fundament für unsere SCHULgründung schafft! ELTERNWERK vermittelt uns und unseren Kindern eine wirksame und initiative Willenskraft. Eine Kraft, die belebt, befeuert, erdet und begeistert und automatisch Schule wird. Ohne diese Kraft wird alles nichts.

Fühlt Euch herzlich eingeladen die Kraft des ELTERNWERKs zu spüren und mit zu (im)pulsieren!

Mitmachen ist elternsache! ELTERN ans WERK!

Bayerischer Lehrplan

Die Waldorfschule Landshut erfüllt alle Anforderungen des bayerischen Lehrplans. Das heißt, die Kinder lernen den gleichen Lernstoff wie an den staatlichen Schulen, nur werden manche Themen zu einem anderen Zeitpunkt behandelt. So lernen die Kinder das Schreiben ein wenig später als an staatlichen Schulen, das Bruchrechnen hingegen ein wenig früher. Darüber hinaus findet auch eine andere Art des Lernens statt. So werden viele künstlerische Elemente in den Unterricht mit eingebaut, wie Erzählungen, Lieder, plastische Kunst und Bewegungen als didaktische Mittel. Zum Beispiel die Fremdsprachen werden gerade in den ersten Klassen mit Hilfe von Liedern, Reimen und Spiel vermittelt. Häufig wird dann der ganze Körper eingesetzt, dass die Füße stampfen, die Hände klatschen und die Arme sich schütteln. Dadurch nimmt der ganze Körper die neue Sprache mit, die Sprache wird mit dem ganzen Körper „begriffen“. Diese Erfahrung wirkt gleichzeitig auf die Strukturierungen des Gehirns und die Entwicklung von Motorik und Sensorik. Gleichzeitig macht diese Bewegung den Kindern sehr viel Freude, und kommt auch dem Unterrichtsabschnitt, der im ruhigen sitzen stattfinden soll, zugute. Im gesamten Lehrplan und der Unterrichtsgestaltung wird darauf geachtet, dass ein Wechsel zwischen Ruhe, Aufnahmebereitschaft und Bewegungsdrang der Kinder stattfindet.

Keine Noten

In der Unter- und Mittelstufe gibt es keine Noten. Der Lehrer schreibt stattdessen eine Beurteilung in mehreren Sätzen zu Hausaufgaben oder Aufsätzen, auch die Zeugnisse sind detaillierte Beschreibungen. Ein Beispiel einer Waldorflehrerin: Ein Kind hat in einem Diktat sechs Fehler und das andere Kind hat 20 Fehler. Und dennoch bekommt das Kind mit den 20 Fehlern eine „Gut gemacht! Ich sehe, dass Du dich sehr angestrengt hast.“ Beurteilung. Das Kind mit den sechs Fehlern bekommt folgende Sätze: „Ich glaube, dass Du beim nächsten Mal auch nur einen Fehler oder sogar null schaffen kannst.“ Die Lehrerin kann einschätzen, welchen Kindern ein Diktat leicht fällt und wem ein Diktat mehr Mühe macht. Jeder Schüler wird hier mit seinen eigenen, vorherigen Leistungen verglichen und nicht mit anderen Kindern. In der Oberstufe (ab der neunten Klasse) werden „normale“ Noten eingeführt, was in der Regel keine große Überraschung oder Veränderung für die Schüler bedeutet.

Klassenlehrer und Klassenverband

Die Schüler einer Waldorfschule bleiben von der ersten Klasse bis zum Ende der Schulzeit in einer Klasse. Dies hat den sehr positiven Effekt, dass sich ein sehr vertrauensvoller und enger Klassenverband bildet. Es findet kein Bruch zwischen Freundschaften nach einem Schulwechsel nach der vierten Klasse statt. Gleichzeitig entsteht kein Lerndruck, weil die Schüler nach vier Jahren in ein neues Schulsystem einsortiert werden müssen.

Während dieser Schulzeit haben die Schüler von der ersten bis achten Klasse den gleichen Klassenlehrer. So kann sich zwischen dem Klassenlehrer und den Schülern eine vertrauensvolle Beziehung entwickeln, und der Klassenlehrer lernt die Schüler über die Jahre sehr gut kennen. Dadurch kann der Lehrer auch besonders gut einschätzen, wo die Stärken eines Schülers liegen und wie er ein Kind am besten fördern kann. Dass ein Schüler sitzen bleibt, ist unüblich an Waldorfschulen. So bemisst sich in der Waldorfpädagogik Leistung nicht nur an intellektuellem, akademischem Wissen, sondern auch Anstrengungen in den handwerklichen, künstlerischen und musikalischen Fächern werden in die Gesamtbetrachtung mit einbezogen. So bedeutet das praktische, handwerkliche Lernen nicht nur die Ausbildung manueller Geschicklichkeit sondern auch die Entwicklung von sachorientierten und zielgerichtetem Handeln. „Was muss Ich auch aus der Geometrie und der Mathematik anwenden, wenn ich eine Schwalbenschwanzverbindung in dem Fach Werken mit Holz anwenden will?“

Die Fähigkeiten, Begabungen und der natürliche Wissensdrang jedes Kindes soll individuell auf allen Ebenen gefördert werden und so wird auch jedes Kind mit sich selbst verglichen und nicht mit anderen.

Staatliche Schulabschlüsse

An Waldorfschulen gibt es keine Selektion nach der 4. Klasse. Alle Schüler haben die Möglichkeit, bis zur 13. Klasse ihr volles Potenzial zu entwickeln und ihre Persönlichkeit zu entfalten. Denn Waldorfschüler entscheiden erst in der 12. Klasse, ob sie die staatliche Mittlere Reife oder das staatliches Allgemeinabitur ablegen wollen. Die Prüfungen werden direkt in der Waldorfschule abgenommen; ein Wechsel an andere Schulen ist nicht notwendig.

Theaterspielen

Ein sehr wichtiger Teil in der Waldorfschule ist auch das Theaterspielen vor einem größeren Publikum. So werden in den Monatsfeiern ein paar Mal im Jahr von allen Klassen kleinere Darstellungen den anderen Schülern und den Eltern vorgestellt. In der achten und in der elften Klasse wird ein größeres Theaterstück einstudiert, das vor einem Publikum von bis 500 Menschen gezeigt wird. Die Schüler lernen so ganz natürlich vor einem großen Publikum zu sprechen, was für die Fähigkeit einen Vortrag zu halten sehr wertvoll ist und dem späteren Berufsleben zugute kommt.

Hauptunterricht und Epochen

Der Klassenlehrer unterrichtet täglich morgens die beiden Stunden des Hauptunterrichts und eine Fremdsprache. Die anderen Fächer werden in der Regel von Fachlehrern übernommen. Viele Fächer werden in dem sogenannten „Hauptunterricht“ in Epochen vermittelt. Das heißt, in der Mathematikepoche haben die Schüler in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen jeden Morgen zwei Stunden intensiven Mathematikunterricht. Dadurch bleibt das Gelernte besonders gut im Gedächtnis. Auf die Mathematikepoche kann dann zum Beispiel eine Epoche Chemie, Geschichte, Formenzeichnen oder Biologie folgen. Die beiden Fremdsprachen werden durchgängig gelehrt, sowie Sport und Religion. In den handwerklichen Fächern gibt es ein ähnliches System wie mit den Epochen, so wechseln sich Handarbeiten, Schmieden, Gartenbau oder Bildhauen miteinander ab, je nach Entwicklungsstufe der Kinder.

Förderung von guten und hochbegabten Kindern

Schüler, die intellektuell sehr begabt sind, haben an der Waldorfschule die Möglichkeit Ihre Fähigkeiten auf vielfältige Weise auszubauen und zu fördern: im Rahmen von Projektarbeiten, Monatsfeiern und anderen öffentlichen Veranstaltungen der Schule können sie sich und ihr Können zeigen und rhetorische Fähigkeiten schulen.
Das Niveau der schriftlich ausgearbeiteten Jahresarbeit in der 12. Klasse kann durchaus in Richtung Akademisches Arbeiten gehen und als Vorbereitung auf das Studium genutzt werden. Eine einseitige Polarisierung auf die geistigen Fähigkeiten ist an der Waldorfschule kaum möglich, da die sozialen, interaktiven Fähigkeiten und auch eine vielgestaltige künstlerische und praktische Ausbildung ganz entscheidend sind.

PISA-Studien

In den PISA-Studien der letzten Jahre wurde deutlich, dass die Ergebnisse der Waldorfschulen nie unter dem Landesdurchschnitt; und häufig auf den ersten Plätzen in Deutschland zu finden waren. Darüber hinaus wurde in einer Österreichischen Studie von 2006 deutlich, dass die Kinder der Waldorfschulen neben Ihren guten Abschlüssen auch ein überdurchschnittlich hohes Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern zeigen. Dieses Interesse lag über dem Durchschnitt der österreichischen Schulen sowie dem OECD-Durchschnitt.

Waldorfschulen im PISA Test